Rostock

Eine griese Sicht hatte ich allerdings vom Turm der Marienkirche im Oktober 1991 in Rostock.Zweihundertundfünf Stufen steige ich bis zur Glockenstube. Unten geblieben waren Ingrid und ihre Cousine Lilly aus Sanitz, ( die wieder aufgetauchte „rote Socke“). Über das Dach und die Kupfer gedeckten Dachreiter, geht der Blick in einen griesen Himmel. Der Turm von St Nikolai, ein Stadttor und die Plattenbauten von Lütten Klein grüßen aus der Ferne. Auf der Unterwarnow sieht man Kräne, die einen großen Frachter löschen. Auf der Langen Straße (hier richtet Marcus später für die Commerzbank eine Filiale ein) fährt eine gelbe Straßenbahn. Selbst bei diesem Wetter leuchten die bobonfarbenen, himmelblauen Trabis herauf.

Mein Blick kehrt in den Turm zurück. In der Glockenstube spannt sich ein Stahlgerüst kreuzweise vor gotischen Fensterbogen und sichern tonnenschwere Bronzeglocken. Eichenbohlen wehren sich gegen blätternden, weißen Anstrich. An der Wand lehnen bronzefarbene Klöppel und Werkzeug für das riesige Uhrwerk. Glockenstränge wickeln sich um eine mächtige, hölzerne Welle.
Noch ein Blick, ein letzter, auf das doch noch sehr griese Rostock. Nur ein paar Jahre später, können wir, bei einem Besuch bei Marcus und Birte, feststellen, welche Fortschritte die Stadt in kurzer Zeit gemacht hat.

Über meinkerbholz

ein oller Rentner, der sich darüber freut, wenn sein Geschreibe hier gelesen wird.
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