in der Eifel

Eifel, 1986
Auf einer Wanderung in der Eifel auf den Dietzenley, kletterten Mareile und ich auf einen hölzernen Aussichtsturm. Es zog ein Gewitter herauf.

Graue und dunkelblaue, fast schwarze Wolken türmten sich zu einem grandiosen Gebirge. Am Horizont zuckte Wetterleuchten. Es rührte sich kein Blatt in den Baumkronen unter uns.

Der Wald stand wie erstarrt… und Ingrid saß mit bangem Herzen unten auf einer Holzbank und konnte nicht verstehen, dass wir uns im Angesicht des drohenden Unwetters nicht von diesem Naturschauspiel trennen konnten.
Übrigens: Das Gewitter hat uns auch auf dem zweistündigen Rückmarsch zur Ferienpension von Frau Rodermann in Geroldstein, nicht mehr erreicht.

Manderscheidt, Eifel
Im Tagebuch dieses Vulkan-Eifel-Urlaubs steht zu lesen:
Montag, den 13. Juni 1986. Wir sind zur Niederburg in Manderscheidt gefahren. Die Besichtigung muß bezahlt werden. Die Grundmauern einiger Säle und Kemenaten, vor allem der Bergfried, sind noch gut erhalten. Im Brunnen steht Wasser. Dicke Kaulquappen und Molche spaddeln darin umher. Unsere Mama kommt auf die höchste Spitze des Berfrieds nicht mit.

Mareile beugt sich weit aus „den öden Fensterhölen“, damit ihre Spucke Mutti treffen soll.

Das bißchen Wind treibt den feuchten Gruß daneben. Ingrid hört aber das Platschen und droht zu uns herauf.
So spielen sich die Burgfehden des zwanzigsten Jahrhunderts ab!

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Über meinkerbholz

ein oller Rentner, der sich darüber freut, wenn sein Geschreibe hier gelesen wird.
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