Geesthacht

Die Aussichtstürme von Geesthacht. Auf den Runden Berg, hoch über der City, über dem Dr. Kramer-Imperium, stand ein stählerner Turm. Während meiner Schulzeit wuchsen hier noch keine Bäume, sondern Heide und im Frühjahr leuchteten die gelben Blüten des Besenginsters. Auf diesem Berg hat mein Kollege, der Buchdrucker Walter Kiehn (*1914), in den frühen Zwanzigern die Zeit verbracht, wenn er mit seinem Freund die Schule schwänzte. Die Entschuldigung schrieb er sich selbst: „…konnte er wegen Diare am Unterricht nicht teilnehmen!“ Es gab Senge mit dem Reetsche und Muttern mußte in die Schule kommen.Der Turm, wie auch seine Brüder, am Pumpspeicherbecken und bei uns in den Düneberger Heidbergen hat durchsichtige Stufen und verzinkte Gitterroste. Schuhabtreter sehen oft so aus. Das Geländer und die Handläufe sind so dick, dass ich sie mit der rechten Hand nicht umfassen kann. Selbst im heißen Sommer fühlen sie sich kühl an.
Vom Turm auf dem Runden Berg aus sah man die Elbe, die St.Salvatoriskirche, das Rathaus mit dem Schlauchturm der Freiwilligen Feuerwehr, die neuen, modernen Häuser an der Schillerstraße und das auffallende Dach der kreisrunden Gesamtschule. Von der Zersiedelung Geesthachts bemerkt man nichts. Diesen Aussichtsturm hat man inzwischen wieder abgerissen. (Dr. Kramer wollte sich nicht in die Suppenteller schauen lassen.)
Die Elbe kann man von allen Aussichtstürmen sehen. Von „unserem“ Turm am Rande des Heidbergringes sieht man unter sich die HEW-Siedlung und am Horizont Hohenhorn und den grünen Saum des Sachsenwaldes. (Jetzt, im Winter 2003, verwehren inzwischen die hochgewachsenen Kiefern die Sicht.)Einmal konnte ich von hier oben Ralf Moths beobachten, der auf dem brachliegenden Feld am Moto-Cross-Gelände nach Artefakten grub.
Nach Westen reicht der Blick zum Michel, dem Fernsehturm, den Mundsburg Hochhäusern und wenn im Winter die Bäume kahl sind, kann man die große Birke unseres Schrebergartens sehen, die Schleuse, die Elbbrücke, die Christuskirche und St, Barbara und auch von hier das Dach der Gesamtschule. Also Düneberg liegt dir zu Füßen. Wobei man gerne die häßlichen Hochhäuser der BIG und das Antennen geschmückte Hochhaus am Ortseingang übersehen möchte. Ja, und ist es klar, reicht die Sicht bis an das andere Ufer des Urstromtales der Elbe, zu den blauen Bergen von Wilsede und Harburg.
Fast all dieses zusammengefaßt und aneinander gereiht, sieht man vom dritten Aussichtsturm beim Pumpspeicherbecken, dem höchsten Standpunkt unserer engeren Heimat.

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Über meinkerbholz

ein oller Rentner, der sich darüber freut, wenn sein Geschreibe hier gelesen wird.
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